Tage der Nachhaltigkeit Münster
Markt der Möglichkeiten
Wir sind dabei und stellen futuro MS beim Markt der Möglichkeiten im Rathausinnenhof vor.
Wir bringen Menschen zusammen, die ihren Alltag nachhaltiger gestalten wollen.
Du möchtest dein Nachhaltigkeitsthema bei uns vorstellen? Sprich uns an. MitmachenWillkommen
Herzlich willkommen bei futuro MS! Wir sind eine zivilgesellschaftliche Initiative für nachhaltige Entscheidungen im Alltag.
Nachhaltigkeit wirklich in den Alltag zu integrieren ist oft herausfordernd:
Wie kann ich nachhaltig kochen?
Welche Produkte kann ich mit gutem Gewissen kaufen?
Wie kann ich meinen Garten oder Balkon nachhaltig gestalten?
Was kann ich konkret in meiner Nachbarschaft machen?
Wenn ihr euch diese Fragen genauso wie wir regelmäßig stellt, seid ihr bei futuro MS genau richtig. In gemeinsamen Austauschtreffen erkunden wir mit Impulsen aus der Münsteraner Nachhaltigkeitsszene, wie sich der Alltag nachhaltig gestalten lässt.
Seid dabei, denn: Nachhaltig kann jede*r!
Wer wir sind
futuro MS ist eine zivilgesellschaftliche Initiative aus Münster für alle, die Nachhaltigkeit im Alltag einfach und gemeinsam gestalten möchten. Wir schaffen Raum für Austausch, Inspiration und Vernetzung und bringen Menschen mit lokalen Nachhaltigkeitsakteur*innen zusammen.
Gegründet wurde futuro MS von Studierenden des Studiengangs „Nachhaltige Transformationsgestaltung“ der FH Münster und ehemaligen Mentor*innen des Klimatrainings der Stadt Münster. Heute lebt futuro MS vor allem von den Menschen, die mitmachen, denn Teil von futuro MS kann jede*r sein.
Unser Rhythmus
Wir treffen uns seit Januar 2026 jeden vierten Mittwoch im Monat in der B-Side Münster. Offen, unkompliziert und mit vielen alltagstauglichen Ideen für mehr Nachhaltigkeit.
Kommende Veranstaltungen
Unsere Treffen finden in der B-Side am Hafen statt. Offen für alle, kostenlos, ohne Anmeldung.
Tage der Nachhaltigkeit Münster
Wir sind dabei und stellen futuro MS beim Markt der Möglichkeiten im Rathausinnenhof vor.
NABU Naturschutzstation Münsterland
Wie helfe ich den Insekten, Vögeln und anderen Tieren in meinem Garten? Wie kann ich mit Pflanzen für Vielfalt und hohe Biodiversität sorgen?
Diese Fragen stellen wir uns beim Austauschtreffen von futuro MS am 23. September 2026. Stephan Grote von der NABU Naturschutzstation Münsterland gibt uns dazu einen Impuls zu naturnahen Gärten. Anschließend tauschen wir uns über Erfahrungen, Tipps aus der Region und eigene Ideen zum Thema aus.
Kostenlos und ohne AnmeldungChristliche Initiative Romero e. V.
Wie kann ich dazu beitragen, einen fairen Welthandel zu unterstützen?
Vergangene Veranstaltungen · Tipps & Tricks
Was bei unseren Austauschtreffen zusammenkommt, halten wir hier fest. Impulse, Erkenntnisse und Ideen zum Nachlesen.
Im Alltag können die aktuellen Krisen oft überfordernd wirken. Unser erster Impuls ist Verdrängung, einfach weitermachen wie bisher. So bleiben wir aber leider handlungsunfähig und können keine guten Entscheidungen für die Nachhaltigkeit treffen.
Wie können wir also den aktuellen Krisen, allen voran der Klimakrise, mit Handlungsfähigkeit, Optimismus und Hoffnung begegnen?
Um genau diese Frage zu beantworten, haben die Psychologists 4 Future Münster beim Austauschtreffen von futuro MS am 22. Juli 2026 einen Impulsvortrag zu Resilienz und aktiver Hoffnung gehalten.
Resilienz bedeutet dabei nicht, Krisen einfach unbeschadet auszuhalten. Vier wichtige Grundlagen sind Vernetzung, Wohlbefinden, Sinn und gesundes Denken. Gerade angesichts großer gesellschaftlicher Krisen braucht es außerdem einen Umgang mit dem sogenannten Weltschmerz: Sorgen sollen weder verdrängt noch katastrophisiert werden. Trauer, Angst und Ohnmacht dürfen den Raum bekommen, den sie benötigen. Denn wir können nur verarbeiten, was wir auch bewusst wahrnehmen.
Hier setzt das Konzept der Active Hope von Joanna Macy und Chris Johnstone an.
Aktive Hoffnung bedeutet nicht, optimistisch davon auszugehen, dass alles gut ausgehen wird. Sie bedeutet vielmehr, die Realität mit offenen Augen wahrzunehmen und sich trotzdem für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen.
Der dafür vorgestellte Active Hope Circle führt von der Verwurzelung in Dankbarkeit über das bewusste Wahrnehmen von Sorgen und Weltschmerz. Sind wir uns der Sorgen bewusst, können wir anschließend neue Perspektiven zulassen, neue Inspiration finden und so Hoffnung und Handlungsfähigkeit für die Zukunft gewinnen. Dabei sind wir keine isolierten Individuen, sondern soziale Wesen, die einander brauchen. Vor allem die Verbundenheit mit anderen Menschen, der Welt und zukünftigen Generationen kann zu einer wichtigen Quelle von Motivation werden.
Entscheidend ist der Schritt von der Ohnmacht zur Selbstwirksamkeit. Statt sich ausschließlich auf das große Ganze und die eigenen individuellen Auswirkungen zu konzentrieren, hilft die Frage: Was wird gebraucht? Was macht mir Freude? Wo liegen meine Fähigkeiten und meine Leidenschaft? So kann Engagement im Hier und Jetzt entstehen, gemeinsam mit anderen und verbunden mit der Frage, wie ein gutes Leben aussehen kann.
Active Hope ist eine Praxis, die sich üben lässt. Und mit gegenseitiger Unterstützung, neuen Perspektiven und Ideen für konkretes Handeln können wir gemeinsam viel erreichen. Auch dafür steht futuro MS. Wir wollen einen gemeinsamen Raum schaffen, in dem aktive Hoffnung möglich wird. Denn: Nachhaltig kann jede*r!
Wir danken den Psychologists 4 Future Münster herzlich für ihren spannenden Impulsvortrag mit anschließender Austauschrunde.
Leseempfehlungen zum Thema
Gutes Geld? So findest du Geldanlagen, die zu deinen Werten passen.
Du möchtest dein Geld sinnvoll anlegen, aber die Zinslage macht es dir nicht leicht? Und dann kommt noch die Frage dazu, ob deine Bank mit deinem Ersparten vielleicht Dinge finanziert, die du eigentlich ablehnst? Genau zu diesem Dilemma hat sich Joachim Kubina Gedanken gemacht. Als ehemaliger Klimatrainer und langjähriger Mitarbeiter im Anlagebereich einer Kirchenbank kennt er beide Seiten: die Wünsche der Anleger und die Mechanismen dahinter. In seinem Vortrag hat er uns gezeigt, wie du Geld anlegen kannst, ohne deine eigenen Werte zu verraten.
Bevor du dich mit Nachhaltigkeit beschäftigst, lohnt sich ein Blick auf die grundsätzlichen Anlagemöglichkeiten. Es gibt drei Arten:
Jede Anlageform bewegt sich in einem Spannungsfeld aus drei Faktoren: Liquidität, Sicherheit und Rendite. Diese Fragen helfen dir bei der Entscheidung:
Die eine Anlage, die alle drei Bereiche gleichzeitig perfekt abdeckt, gibt es leider nicht. Du musst also entscheiden, wo du am ehesten Abstriche machen kannst.
Wenn du zusätzlich möchtest, dass dein Geld ethisch und nachhaltig verwendet wird, kommen drei weitere Bereiche ins Spiel. Sie heißen ESG-Kriterien, nach den englischen Begriffen Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung):
Außerdem macht es einen Unterschied, wie stark sich ein Unternehmen engagiert. Manche vermeiden nur negative Aspekte, andere fördern aktiv positive Entwicklungen, wieder andere zeigen in bestimmten Bereichen besonderes Engagement.
Für dich als Anleger ist es oft schwer, all diese Informationen zu einem einzelnen Unternehmen zu bekommen. Bei Fonds, die dein Geld auf viele Unternehmen verteilen, wird es noch komplizierter. Hier hilft die EU-Verordnung SFDR, die Fonds in drei Kategorien einteilt:
Diese Einteilung gibt dir eine erste Orientierung, ersetzt aber keine eigene Prüfung. Sie sagt noch nichts darüber aus, wie streng die einzelnen Kriterien tatsächlich sind.
Wenn du dir die Mühe nicht selbst machen möchtest, jede Anlage einzeln zu prüfen, kannst du dich an eine Bank wenden, die Nachhaltigkeit fest in ihrem Geschäftsmodell verankert hat. Ein Beispiel ist die GLS Bank in Bochum. Sie finanziert erneuerbare Energien, die Biobranche, Soziales, Bildung und Wohnen, schließt aber Kohle, Atomkraft, Rüstung, Verstöße gegen Menschenrechte und Gentechnik in der Landwirtschaft aus. Die Umsatzschwellen für die Ausschlusskriterien liegen bei den meisten Kriterien bei null Prozent, höchstens bei fünf Prozent. Interessant: Bei der GLS Bank gibt es bislang keine ETFs, weil aus ihrer Sicht noch keiner mit ihren strengen Werten übereinstimmt.
Wenn du selbst aktiv werden möchtest, helfen dir diese Schritte:
Diese drei Fragen bringen dich schon ein gutes Stück weiter, egal ob es um einen Fonds, eine Versicherung oder eine Beteiligung geht.
Die perfekte Geldanlage, die gleichzeitig sicher, liquide, rentabel und zu hundert Prozent nachhaltig ist, gibt es nicht. Mit der SFDR-Klassifizierung, den ESG-Kriterien und einem kritischen Blick auf deine Bank kommst du deinen eigenen Werten aber deutlich näher.
Nicht jeder Euro muss nachhaltig angelegt sein. Aber jeder, der einen Unterschied macht, zählt.
Münster gilt als Fahrradstadt. Doch wer täglich im Sattel sitzt, weiß: Auch hier ist nicht alles Gold, was Fahrradklingeln glänzen lässt.
Andere Städte haben uns überholt, und wir stecken teilweise in veralteten Strukturen fest. Stau, Lärm und schlechte Luft sind in der Fahrradstadt Münster keine Fremdworte.
Bei unserem Treffen im Juni hat Achim von der Initiative Fahrradstadt Münster die Kampagne „Verkehrswende jetzt!“ vorgestellt. Die Botschaft ist klar: Es braucht konkrete Taten für nachhaltige Mobilität in Münster.
Die Initiative fordert ein lückenloses Radverkehrsnetz, das nicht nur die Promenade, sondern die gesamte Stadt durchzieht. Komfortable Wege, sichere Kreuzungen und ausreichende, sichere Fahrradstellplätze sollen den Radverkehr attraktiver machen, für Pendler*innen, Familien, Studierende und alle, die sich sicher und schnell fortbewegen wollen.
Mehr Radverkehr bedeutet weniger Stau, weniger Lärm, bessere Luft und mehr Lebensqualität für alle.
Die Interessengemeinschaft fahrradstadt.ms hat neun Forderungen entwickelt, um Münster zu einer echten, nachhaltig mobilen Stadt zu machen.
Die Verkehrswende gelingt nur gemeinsam. Du möchtest aktiv werden?
Münster kann Vorbild für eine nachhaltige Mobilitätswende sein, aber nur, wenn wir jetzt handeln. Jede Stimme, jedes Engagement zählt.
Mehr Infos und Mitmachmöglichkeiten findest du auf fahrradstadt.ms.
Wusstest du, dass in Deutschland pro Kopf und Jahr etwa 75 Kilogramm genießbare Lebensmittel im Müll landen?
Lebensmittel, für deren Produktion Tiere gehalten, Wasser verbraucht und Ressourcen eingesetzt werden, oft unter großem Arbeitsaufwand. Lebensmittelverschwendung ist nicht nur ein ethisches, sondern auch ein ökologisches und soziales Problem.
Bei unserer April-Veranstaltung gab Anton, Lebensmittelretter und Aktivist der Initiative foodsharing e. V., spannende Einblicke in die Arbeit der foodsharing-Bewegung.
foodsharing e. V. ist ein bundesweiter, ehrenamtlich getragener Verein, der sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und ein nachhaltiges Ernährungssystem einsetzt. Gemeinsam mit Partner*innen wie den Tafeln, Umweltorganisationen, Unternehmen und der Politik setzt sich die Initiative etwa dafür ein, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren, politische Rahmenbedingungen zu verbessern (zum Beispiel durch die Abschaffung unnötiger Handelsnormen oder die Reform des Mindesthaltbarkeitsdatums), Rechtssicherheit für Lebensmittelretter*innen zu schaffen und alternative Ernährungskonzepte wie die Solidarische Landwirtschaft zu fördern.
Seit 2012 rettet die foodsharing-Bewegung täglich tonnenweise genießbare Lebensmittel vor der Verschwendung. Dabei gilt „Tafel first“: Die Tafeln haben bei der Verteilung immer Vorrang. Die Ehrenamtlichen von foodsharing verteilen Lebensmittel kostenlos und bedingungslos, von privat zu privat, in der Nachbarschaft, in Obdachlosenunterkünften oder über die Plattform foodsharing.de. Ein zentrales Element sind die Fairteiler: öffentlich zugängliche Regale und Kühlschränke, in denen alle Menschen Lebensmittel mitnehmen oder hinterlassen können.
Fairteiler in Münster findest du unter foodsharing.de/region/muenster.
Bildung und Aufklärung sind ein weiterer Schwerpunkt: Mit Schnippelpartys, Infoständen, Vorträgen und Workshops in Schulen, Universitäten und Vereinen schafft foodsharing Bewusstsein für das Thema.
Gemeinsam mit den Teilnehmenden unserer Veranstaltung haben wir uns gefragt: Welche Gründe führen zu Lebensmittelverschwendung, und wie können wir sie in Münster vermeiden?
Einkaufsverhalten
Gesellschaftliche Faktoren
Strukturelle Probleme
Jede*r kann einen Beitrag leisten, ob durch bewussteren Konsum, das Teilen von Überschüssen oder die Unterstützung lokaler Initiativen. Hier sind konkrete Ideen für Münster:
Lebensmittel retten & teilen
Bewusster einkaufen
Nachhaltig leben & essen
Lebensmittelverschwendung ist ein großes Problem unserer Überflussgesellschaft. Aber jeder kleine Schritt zählt.
Ob durch bewussteren Einkauf, das Teilen von Überschüssen oder die Unterstützung lokaler Initiativen: In Münster gibt es schon viele Möglichkeiten, aktiv zu werden.
Du hast weitere Ideen oder möchtest dich engagieren? Melde dich gern bei uns.
Wie aus grauen Höfen und Einfahrten wieder grüne Oasen werden.
Kennst du das? Vor der Haustür oder im Hof liegt eine graue Fläche, zwischen den Pflastersteinen wächst höchstens etwas Moos, und im Sommer staut sich die Hitze auf dem Beton.
Genau mit diesem grauen Alltag beschäftigt sich Grün statt Grau e. V. aus Münster. Der junge Verein setzt sich dafür ein, versiegelte Flächen in der Stadt und im Umland zurückzubauen und in grüne Oasen zu verwandeln, gemeinsam mit Eigentümer*innen, Mieter*innen und Nachbarschaften vor Ort.
Bei unserem Austauschtreffen am 31. März hat Grün statt Grau den Verein und seine Arbeit vorgestellt und gezeigt, warum Entsiegeln grundsätzlich so wichtig ist und wie aus grauen Höfen, Einfahrten und Vorgärten in Münster wieder Lebensraum wird. Im Anschluss gab es eine Fragerunde und ein offenes Plenum, in dem viele eigene Beispiele und Ideen aus der Nachbarschaft zur Sprache kamen.
Ein Boden, der unter Pflastersteinen, Beton oder Asphalt liegt, kann kaum noch atmen. Wasser versickert nicht, Bodenleben stirbt ab, und bei Starkregen hat die Fläche keine Chance, etwas davon aufzunehmen.
Eine entsiegelte Fläche funktioniert umgekehrt: Sie speichert Wasser, kühlt die Umgebung bei Hitze und bietet Insekten, Vögeln und anderen Tieren wieder einen Lebensraum.
Gleichzeitig entsteht neuer Platz zum Verweilen, mit essbaren Pflanzen, einer Fassadenbegrünung oder einfach einer Bank im Grünen.
Einen besonderen Anreiz bringt dabei „Abpflastern“ mit, ein deutschlandweiter Wettbewerb, bei dem Städte und Gemeinden gegeneinander antreten, um möglichst viel Fläche von Pflastersteinen, Asphalt oder Beton zu befreien. Der aktuelle Wettbewerbszeitraum läuft noch bis zum 31. Oktober 2026. Wer eine Fläche entsiegelt hat, trägt sie einfach auf abpflastern.de ein und bringt damit die eigene Kommune im Wettstreit mit anderen Städten voran.
Im Münsterland sind auf diesem Weg schon 22 Flächen vorgeschlagen worden, 8 davon sind bereits abgeschlossen. Insgesamt wurden so schon 213 Quadratmeter entsiegelt. Auf der Entsiegelungskarte auf gruen-statt-grau.org lässt sich jedes einzelne Projekt nachverfolgen.
Wie so ein Projekt aussehen kann, zeigt ein Beispiel aus Mecklenbeck: Aus einer tristen Fläche mit Betonplatten, Schotter und kaputten Betontrögen ist inzwischen ein kleines Beet mit Stauden, Gräsern und einem Zwergahorn geworden, angelegt von der Nachbarschaft selbst. Auch an der FH Münster wird entsiegelt: Studierende des Masterstudiengangs Nachhaltige Transformationsgestaltung haben sich im Rahmen ihres Studiums damit beschäftigt, wie der Campus grüner und artenreicher werden kann.
Wer eine eigene Fläche entsiegeln möchte, aber weder Auto noch Möglichkeit zur Entsorgung des Materials hat, kann seit diesem Sommer den Pflasterlaster von Grün statt Grau nutzen. Im Juni war er zum ersten Mal in Münster-Nienberge im Einsatz. Der Verein holt das ausgebaute Material direkt vor Ort ab und kümmert sich um die Entsorgung. Das Angebot läuft aktuell als Pilotprojekt und richtet sich vor allem an Menschen ohne eigenes Auto oder ausreichende Ressourcen. Anmelden kann man sich über ein kurzes Formular auf der Webseite.
Grün statt Grau unterscheidet dabei, wo du ansetzt:
Wer eine Fläche schon entsiegelt hat, kann sie zusätzlich auf abpflastern.de eintragen und so die eigene Kommune im Wettbewerb voranbringen.
Grün statt Grau zeigt, dass Entsiegeln kein großes Bauprojekt sein muss. Es fängt oft im Kleinen an, in der eigenen Einfahrt, im Vorgarten oder auf dem Schulhof nebenan. Der Wettbewerb Abpflastern gibt dabei noch einmal einen zusätzlichen Ansporn, bis zum 31. Oktober läuft der aktuelle Wettbewerbszeitraum.
Mehr Infos, die Entsiegelungskarte und alle Möglichkeiten zum Mitmachen findest du auf gruen-statt-grau.org.
Wie deine Ernährung das Klima beeinflusst.
Isst du gerne? Dann hast du bereits den ersten Schritt getan, um beim Klimaschutz mitzumischen. Denn jede Mahlzeit, die du dir zubereitest, hat eine Wirkung, auf dich selbst und auf die Welt um dich herum. In diesem Beitrag zeige ich dir, welche Stellschrauben es in deiner Ernährung gibt und wie du sie nutzen kannst. Es geht dabei nicht um Verzicht oder ein schlechtes Gewissen. Es geht darum, Genuss und Verantwortung miteinander zu verbinden.
Deine Ernährung ist zutiefst persönlich. Du hast deine eigenen Vorlieben und Abneigungen. Vielleicht verträgst du bestimmte Lebensmittel nicht so gut oder hast eine Unverträglichkeit. All das macht deine Ernährung einzigartig.
Gleichzeitig ist Essen emotional. Auf der einen Seite steht der Genuss und das Wohlgefühl, das ein gutes Essen dir schenken kann. Auf der anderen Seite können auch Scham oder ein schlechtes Gewissen mitschwingen, wenn du das Gefühl hast, dich „falsch“ zu ernähren. Diese Gefühle kennst du bestimmt auch.
Nicht zuletzt ist Essen Gewohnheit. Du bist mit bestimmten Traditionen aufgewachsen, und dein Alltag prägt, was und wie du isst. Auch dein Geschmack, etwa deine Vorliebe für Süßes, hat sich über die Jahre entwickelt.
All das macht deine Ernährung zu etwas sehr Individuellem. Und genau deshalb möchte ich dir keine Vorschriften machen. Stattdessen zeige ich dir, wo du ansetzen kannst, wenn du möchtest.
Jede Entscheidung, die du beim Essen triffst, wirkt über deinen Teller hinaus. Denn hinter jedem Lebensmittel stecken viele Menschen und Prozesse, die daran beteiligt waren, bevor es bei dir ankommt.
Die Zahlen zeigen, wie groß dieser Einfluss ist: Je nach Berechnungsmethode verursacht unsere Ernährung 15 bis 31 Prozent der globalen Emissionen. Die Landwirtschaft allein ist für etwa 14 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich.
Schauen wir uns genauer an, wie sich die ernährungsbedingten Emissionen zusammensetzen:
Diese Zahlen machen deutlich: Ernährung ist kein rein privates Thema. Sie hat Auswirkungen, die weit über deinen eigenen Teller hinausreichen.
Die gute Nachricht: Du kannst an vielen Stellen ansetzen, wenn du deinen CO2-Fußabdruck bei der Ernährung reduzieren möchtest. Und das Beste daran: Du musst nicht alles auf einmal umsetzen.
Hier sind die wichtigsten Ansatzpunkte, sortiert nach den Stufen der Lebensmittelkette:
Noch ein wichtiger Gedanke: Geiz ist nicht immer geil. Viele günstige Produkte spiegeln nämlich nicht ihre wahren Kosten wider. Der Stickstoffeintrag in die Umwelt durch Düngung, die entstehenden Treibhausgasemissionen, der Energieverbrauch oder die Umweltschäden durch Pestizide und Antibiotikaeinsatz, all das wird oft nicht in den Preis eingerechnet. Diese Kosten trägt stattdessen die Umwelt.
Eine möglichst pflanzenbasierte Ernährung bringt Vorteile für deine Gesundheit und für Umwelt und Klima gleichermaßen, besonders dann, wenn du gleichzeitig auf regionale und saisonale Produkte setzt und wo möglich zu Bioware greifst.
Wenn du dich darauf einlässt, geht es nicht um Verzicht. Es geht darum, deinen kulinarischen Horizont zu erweitern und eine völlig neue Geschmackswelt zu entdecken. Es gibt mittlerweile so viele pflanzliche Alternativen, die typische Fleisch- und Milchprodukte ersetzen können:
Für Fleischprodukte
Für tierische Produkte
Probiere dich einfach durch diese Alternativen und finde heraus, welche zu dir und deinem Geschmack passen. So entwickelst du Schritt für Schritt eine Ernährung, die dir schmeckt und gleichzeitig das Klima entlastet.
Und wenn du noch Inspiration suchst, schau doch auf meinem Blog Earth Care Kitchen vorbei. Dort teile ich immer wieder neue, leckere Rezepte, die nicht nur dir, sondern auch unserem Planeten guttun.
50 Menschen bei der Auftaktveranstaltung in der B-Side
Am 22. Januar hat sich futuro MS mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung in der B-Side vorgestellt. 50 Teilnehmende kamen, aus unterschiedlichen Altersgruppen und mit unterschiedlichem Vorwissen.
futuro MS knüpft an das ehemalige KlimaTraining der Stadt Münster an, das von 2021 bis 2025 privaten Klimaschutz gefördert hat. Mit dem Ende der Förderperiode fiel die städtische Koordination weg, das Engagement der ehrenamtlichen KlimaTrainer*innen jedoch nicht.
Aus diesem Potenzial ist futuro MS als eigenständige, zivilgesellschaftlich getragene Initiative entstanden.
Der Abend war bewusst als Austausch angelegt: Gruppentische statt Reihenbestuhlung, Namensschilder zur Vernetzung, keine reine Vortragssituation. Dr. Christian Gutsche gab einen Impuls dazu, wie im Alltag Ideen entstehen. Im Anschluss zeigten zwei Studierende ihren Film zum Klimastadtvertrag der Stadt Münster. Zum Abschluss luden wir alle Interessierten in die bestehende Signal-Gruppe ein, um den Kontakt über den Abend hinaus zu halten. Die positiven Rückmeldungen bestätigen das geplante Format.
futuro MS hat nun einen festen Ort in der B-Side, eine wachsende Gemeinschaft über Signal und Instagram und richtet sich an alle Münsteraner*innen, die sich ehrenamtlich für Nachhaltigkeit engagieren möchten.
Von nun an heißt es: Nachhaltig kann jede*r.
Deine Ideen
Unsere Treffen leben von den Menschen, die etwas mitbringen. Ihr Wissen, ihr Engagement, ihre Ideen rund um ein Thema, das den Alltag nachhaltiger machen kann.
Vielleicht beschäftigst du dich schon lange mit einer Sache, die dir am Herzen liegt, und möchtest dein Wissen weitergeben. Vielleicht vertrittst du eine Gruppe oder Organisation aus Münster, die zeigt, wie Nachhaltigkeit konkret aussieht. Oder du bist neugierig auf ein Thema und würdest dich gern mit anderen darüber austauschen.
Schreib uns einfach kurz, worum es gehen soll.
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